Holz ist in der Anschaffung oft günstiger und wirkt warm und natürlich. Aluminium kostet mehr, braucht aber kaum Pflege und trägt schwere Glasdächer mit schlanken Profilen. Wir bauen selbst in Aluminium, stellen hier aber beide Materialien ehrlich gegenüber: Kosten, Pflege, Haltbarkeit, Statik und Nachhaltigkeit.
Stand: November 2026 · Lesezeit ca. 6 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
Richtwerte für eine Terrassenüberdachung von 4 × 3 m an der Hauswand:[1]
| Material und Dach | Preis 4 × 3 m |
|---|---|
| Holz mit Kunststoffdach | ca. 1.800–6.000 € |
| Holz mit Sicherheitsglas | ca. 2.500–10.000 € |
| Alu mit Kunststoffdach | ca. 2.500–11.000 € |
| Alu mit Sicherheitsglas | ca. 3.000–13.000 € |
Dazu kommen bei beiden Materialien Montage und Fundamente. Zum Vergleich: Stahl mit Glas beginnt bei etwa 14.000 Euro und spielt bei privaten Terrassen eher eine Nebenrolle.[13] Wie sich der Preis für Alu im Detail zusammensetzt, steht im Ratgeber Kosten einer Terrassenüberdachung.
Holz im Freien braucht Schutz. Aroundhome nennt eine Lasur mindestens einmal im Jahr und rechnet bei 12 m² mit etwa 70 bis 140 Euro Pflegekosten pro Jahr.[2] Andere Quellen sprechen je nach Lasur von längeren Intervallen. Wichtiger als der Anstrich ist der konstruktive Holzschutz: Wasser muss ablaufen können, Hirnholz und Pfostenfüße dürfen nicht dauerhaft nass sein.[4] Ohne Pflege wird Holz mit der Zeit silbergrau.
Pulverbeschichtetes Aluminium wird nur gereinigt, ein- bis zweimal im Jahr mit Wasser und mildem Mittel. Wie das geht, steht im Ratgeber Terrassendach reinigen. Die Beschichtung hält Farbe und Glanz lange: Bei Qualicoat werden Pulverlacke je nach Klasse ein bis zehn Jahre in Florida bewittert und dürfen dabei nur begrenzt an Glanz verlieren.[9]
Für Alu-Terrassendächer nennen Fachportale eine Lebensdauer von etwa 20 bis 30 Jahren.[3] Eine Norm mit festen Jahreszahlen gibt es nicht. Aluminium rostet nicht, die Pulverbeschichtung schützt zusätzlich.
Bei Holz entscheidet die Holzart. Die DIN EN 350 teilt Hölzer in Dauerhaftigkeitsklassen ein, die Werte gelten nur für das Kernholz.[5] Fichte gilt als wenig dauerhaft, Lärche und Douglasie als mäßig dauerhaft, Eiche und Robinie als deutlich dauerhafter.[7] Für Bauteile im Außenbereich empfiehlt BauNetz Wissen im Zweifel Lärche oder Douglasie.[4] Fichten-Brettschichtholz muss beschichtet oder imprägniert werden.
Ein Glasdach wiegt mit 8 mm VSG rund 20 kg pro m², mit Schnee deutlich mehr. Holz kann das tragen, braucht dafür aber dickere Pfosten und Sparren. Aroundhome empfiehlt bei Glas auf Holz eine Prüfung durch einen Statiker.[2] Brettschichtholz (BSH) eignet sich besser als Vollholz: Es ist formstabiler und trägt bei gleichem Querschnitt bis zu 80 % mehr.[6] Arbeitet das Holz, kann das Glas Spannungen bekommen.
Aluminium-Mehrkammerprofile tragen Glasdächer mit schlankeren Querschnitten und großen Spannweiten. Die Profile verziehen sich nicht, deshalb eignen sie sich auch für Glasschiebewände. Unsere Alu-Profile sind für alle Größen statisch berechnet.
Holz lässt sich jederzeit in einer neuen Farbe streichen und passt gut zu Gartenhäusern und Holzterrassen. Aluminium gibt es in vielen RAL-Farben, die Farbe lässt sich später aber nicht einfach ändern.[12] Am häufigsten sind Anthrazit, Weiß und Grautöne. In der Sonne heizen sich Alu-Profile stärker auf als Holz.[3]
Beim Thema Umwelt haben beide Materialien Argumente. Holz wächst nach und speichert CO₂, pro Kubikmeter verbautem Holz etwa eine Tonne.[11] Aluminium braucht bei der Herstellung viel Energie, wird aber fast vollständig recycelt: Bei Alu aus Gebäuden liegt die Sammelquote bei über 95 %.[10] Hinzu kommt die lange Nutzungsdauer.
Unsere Terrassenüberdachungen fertigen wir aus pulverbeschichtetem Aluminium in RAL 7016, 9016, 9007 und 9005, weitere Farben auf Anfrage. Welche Eindeckung dazu passt, lesen Sie unter Glas oder Polycarbonat.
Stand November 2026. Preise und Lebensdauern sind Richtwerte aus Fachportalen, eine Norm mit festen Jahreszahlen gibt es für Terrassendächer nicht. Russ Terrassendach baut Überdachungen aus Aluminium.
Fachportale nennen 20 bis 30 Jahre. Eine Norm mit festen Jahreszahlen gibt es nicht. Aluminium rostet nicht, die Pulverbeschichtung schützt zusätzlich, gepflegt wird nur durch Reinigen.
Das hängt stark von Holzart, konstruktivem Holzschutz und Pflege ab. Dauerhafte Hölzer wie Lärche oder Douglasie (Kernholz) und regelmäßiger Anstrich verlängern die Lebensdauer deutlich.
Für Glasdächer und größere Spannweiten Brettschichtholz, weil es formstabil ist und mehr trägt. Für den Außenbereich empfehlen Fachquellen im Zweifel Lärche oder Douglasie. Fichte muss geschützt werden.
In der Anschaffung meist Holz: Bei 4 × 3 m mit Glas etwa 2.500 bis 10.000 Euro gegenüber etwa 3.000 bis 13.000 Euro bei Alu. Dazu kommen bei Holz laufende Kosten für den Anstrich.
Ja, aber die Konstruktion muss kräftiger ausfallen, am besten aus Brettschichtholz, und sollte statisch geprüft werden. Arbeitet das Holz, kann das Glas Spannungen bekommen.
Pauschal lässt sich das nicht sagen. Holz wächst nach und speichert CO₂. Aluminium braucht viel Energie bei der Herstellung, wird aber zu über 95 % recycelt und hält lange.
Maße, Dach und RAL-Farbe in sechs Schritten wählen und die Überdachung sofort in der Zeichnung sehen.